Kantonsspital hat Corona gemeistert

Das zweite Jahr der Pandemie hat auch im Kantonsspital Graubünden immer wieder das Tagesgeschäft geprägt. Mit zwei wichtigen strategischen Entscheiden – dem Kauf der Klinik Gut und dem Projekt zur Übernahme des Spitals Walenstadt – stellt das Kantonsspital Graubünden weitere Weichen für die Zukunft.

2021 traf das Kantonsspital Graubünden wichtige Entscheidungen für die Zukunft: Mit dem Kauf der Klinik Gut AG hat zum ersten Mal überhaupt in der Schweiz ein grosses Zentrumsspital eine private Klinikgruppe übernommen. Zusammen gehören das Kantonsspital Graubünden und die Klinik Gut AG im Bereich der Orthopädie und Traumatologie zu den ganz grossen Anbietern in der Schweiz. Die beiden Spitäler bieten insgesamt rund 400 stationäre Betten in St. Moritz, Chur und Fläsch an. Im Weiteren ist geplant, dass das KSGR ab dem 1.1.2023 neu auch am Standort Walenstadt eine stationäre und medizinische Versorgung anbieten wird. Auch das ist ein Novum in der Schweiz. Vorbehalten bleibt die Zustimmung durch den Regierungs- und Kantonsrat des Kantons St. Gallen. Stiftungsratspräsident Dr. Martin Schmid: «Mit diesen Entscheiden rüsten wir unser Kantonsspital Graubünden für die Zukunft und wollen aktiv den grossen Herausforderungen im Gesundheitswesen begegnen.»

Pandemie zeigt sich in den Zahlen

Covid19 war auch im Geschäftsjahr 2021 ein prägendes Thema. Finanziell hat die Pandemie deutliche Spuren hinterlassen: «Die Fallzahlen haben zwar insgesamt Rekordwerte erreicht, die Pandemie verursachte aber weiterhin erheblichen Zusatzaufwand, wie z.B. notwendige Vorhaltekosten», sagt Hugo Keune, CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung des Kantonsspitals Graubünden. Die EBITDA-Marge liegt leicht unter den Jahren vor der Pandemie. Der absolut erreichte EBITDA-Wert kommt aufgrund der starken Umsatzzunahme jedoch nahe an die Vorjahre heran. Der Betriebsertrag 2021 summiert sich auf 412.0 MCHF, das sind 46.1 MCHF mehr als im ersten Pandemiejahr 2020. Der Personal- und Sachaufwand stieg um 30.1 MCHF auf 382.4 MCHF. In diesen Werten enthalten sind die Erträge und Aufwände der Klinik Gut AG ab der Übernahme in November 2021. Es resultierte ein Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Abschreibungen (EBITDA) von 29.6 MCHF, mehr als doppelt so viel wie noch im Vorjahr. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 3.7% aus dem Vorjahr auf 7.2% im Berichtsjahr. Auf Stufe Unternehmensergebnis resultiert ein Gewinn von 9.6 MCHF. Dieser wird vollständig in den Betrieb reinvestiert. Im Vorjahr war ein Verlust von -1.0 MCHF zu verzeichnen.

Hohes ambulantes Wachstum

Bei der Anzahl der behandelten Patient:innen blickt das Kantonsspital Graubünden auf ein neues Allzeithoch zurück. Die Anzahl stationärer Patient:innen nahm um +9.4% auf 18’872 (Vorjahr: 17’259) zu, bei den ambulanten Fällen war sogar eine Zunahme um 51.2 % zu verzeichnen (Vorjahr 91’697 Fälle). Von den insgesamt 138’615 ambulanten Fällen stammen 49’332 ambulante Fälle aus dem Covid-Testcenter. Die ambulanten Taxpunkte stiegen um +10.4% auf 101’043 (in Tausend, Vorjahr: 91’513). Diese Zahlen beziehen sichnur auf den Spitalbetrieb des Kantonsspitals Graubünden, also exkl. Klinik Gut AG und weitere Beteiligungen.

Das Kantonsspital Graubünden schaut damit voller Stolz auf ein erfolgreiches Rekordjahr 2021 zurück und mit viel Zuversicht in die Zukunft. Die fast 3’000 Mitarbeitenden haben hervorragende Arbeit geleistet.

 

(Bild: Archiv)