HCD vergibt Matchpuck

Der HC Davos hat den Matchpuck vor eigenem Publikum für den Einzug in die Halbfinals verspielt. Die Bündner unterlagen Lausanne klar mit 2:5. Nach dem Ausgleich zum 3:3 in der Serie kommt es am Samstag in Lausanne zum Showdown in Spiel 7.

Der angeschlagene HCD wurde durch den krankheitsbedingten Ausfall von Joakim Nordström weiter dezimiert und konnten in Abwesenheit der verletzten Kristian Näkyvä und Dennis Rasmussen nur mit 4 Ausländern antreten. Dazu kam, dass Lausanne deutlicher effizienter auftrat als bisher in der Serie. Vor allem Lausannes Quali-Topskorer Antti Suomela, der das Skore in der 6. Minute in Überzahl eröffnete, zeigte eine blendende Form. Später legte er noch die Treffer zum 3:1 (24.) und 4:1 (27.) nach.

Der HCD fand nie richtig ins Spiel. Nur einmal kam bei Davos kurz die Hoffnung auf einen erfolgreichen Abend auf, die die Halbfinal-Qualifikation bedeutet hätte. Leon Bristedt traf mit einem Slapshot zum zwischenzeitlichen 1:2 im Powerplay (13.). Bristedt war es auch, der in einem gehässigen letzten Drittel mit diversen unsauberen Aktionen 6 Minuten vor Schluss per Penalty noch für Resultatkosmetik und den Schlussstand zum 5:2 sorgte. Das Spiel war da aber bereits entschieden.

Es gab keine positiven Nachrichten mehr für den HCD – ganz im Gegenteil: Im letzten Spielabschnitt musste der führende Punktesammler Valentin Nussbaumer sichtlich benommen vom Eis begleitet werden. Er hatte einen heftigen Check von Michael Raffl, dem Kapitän von Lausanne, auf dem offenen Feld erhalten und konnte das Spiel nicht fortsetzen.

Die Davoser werden daher erleichtert sein, dass am Karfreitag keine Spiele stattfanden. Dies verschafft beiden Mannschaften einen zusätzlichen Tag zur Erholung, bevor es am Samstagabend in Lausanne zum entscheidenden siebten Spiel kommt.

 

(Archivbild Marc Wieser: Sergio Brunetti/stockpix.it)