Mehrere Bündner Schneesport-Exploits

Viel los im Schnee: Viele Bündner Profisportler starteten am Wochenende in verschiedenen Sportarten im Weltcup. Gleich mehrere junge Schneesportler aus Graubünden wussten sich dabei erstmals an der Weltspitze in Szene zu setzen. Einige der Top-Performances vom Wochenende.

Starten wir mit einem «Arrivierten»: Bereits am Samstag überzeugte – in Abwesenheit von Dario Cologna – Toni Livers beim Langlauf-Weltcup in La Clusaz: Über 15 Kilometer lief der 33-jährige Trunser mit 26 Sekunden Rückstand auf den starken 8. Rang.

Als einer der Aufsteiger des Weekend darf sich Snowboarder Dario Caviezel feiern lassen: Der 21-jährige Athlet des SC Rätia Chur verpasste im Nachtfinale des Parallelslalom-Weltcups im italienischen Cortina d’Ampezzo das Podest nur knapp. Der vierte Rang bedeutet aber das mit Abstand beste Weltcupresultat für Caviezel – zuvor war ein 17. Rang aus dem Vorjahr seine Top-Rangierung. Mit dem Prättigauer Kaspar Flütsch erreichte ein zweiter Bündner die Finalläufe. Der 30-jährige aus Pany klassierte sich auf dem 11. Rang.

Auch das Ski-Weekend brachte aus Bündner Sicht einige vielversprechende Resultate, auch wenn die «grossen» Namen patzerten: Carlo Janka wurde am Freitag im Super-G von Vals Gardena «nur» 23., einen Rang hinter dem Samnauner Thomas Tumler. Auch in der Abfahrt vom Samstag musste sich Janka mit einem enttäuschenden 20. Rang begnügen, Mauro Caviezel holte dabei als 28. immerhin noch Weltcup-Punkte. Am Sonntag schied «Jänks» dann im Riesenslalom bereits im 1. Lauf aus. Auch Gino Caviezel dürfte mit seinem 24. Schlussrang nicht wirklich glücklich sein, dafür holte der Prättigauer Manuel Pleisch als 26. zum neunten Mal Weltcup-Punkte. Das bisherige Karriere-Bestresultat des 26-jährigen Riesenslalom-Spezialisten ist ein 16. Platz.

Aus Bündner Sicht war im alpinen Ski-Weekend aber natürlich die 23-jährige Davoserin Jasmine Flury die grosse Story: Die B-Kaderfahrerin startete am Wochenende in Val d’Isère erstmals in dieser Saison im Weltcup und holte sich nach dem Ausfall in der Abfahrt am Samstag am Sonntag gleich den 11. Platz – die ersten Weltcup-Punkte in bisher 12 Einsätzen. Die ganze Geschichte zum Bündner Shooting-Star des Weekends gibt es hier.

Die Bündner Biathletinnen traten am Weltcup am Wochenende unterschiedlich auf: Die Schweizer Teamleaderin Selina Gasparin hatte im Biathlon-Weltcup beim Verfolgungsrennen über 10 km in Nove Mesto bei jedem der vier Schiesseinlagen einen Fehler zu verzeichnen und konnte nach dem Sprint vom Freitagabend nur auf Rang 23 vorrücken. Ihre jüngere Schwester Aita Gasparin büsste mit vier Fehlschüssen in den letzten beiden Anschlägen nach einem guten Start alles ein und wurde 51.

Selina Gasparin zeigte dafür am Sonntag eine starke Leistung: Über 35’000 begeisterte Fans peitschten die Athletinnen im Massenstart-Rennen über 12,5 km über die Piste, bei ohrenbetäubendem Lärm durfte auch Gasparin als 19. des Gesamt-Weltcups an den Start gehen. Mit dem guten 13. Schlussrang holte sie sich zum Jahresende wertvolle Weltcup-Punkte und eine einmalige Erinnerung an ein Weltcup-Fest in Tschechien.

 

 

(Bild: Nacht-Parallelslalom in Cortina d’Ampezzo/Facebook)