Alex Fiva gewinnt seine zweite Olympiamedaille

Der Churwaldner Alex Fiva hat an den Olympischen Spielen erneut zugeschlagen. Mit 40 Jahren fährt der Bündner nach hartem Foto-Finish bei garstigen Bedingungen auf Platz 3 und gewinnt bei einem italienischem Doppelsieg Bronze.

Alex Fiva gewinnt in Livigno im Alter von 40 Jahren im Skicross Olympiabronze. Für den Bündner ist es nach Silber 2022 in Peking bereits die zweite Olympiamedaille. Italien feiert dank Simone Deromedis (Gold) und Federico Tomasoni (Silber) einen Doppelsieg. 

Alex Fiva (in weiss) konnte lange den zweiten Platz verteidigen und rettete schliesslich Bronze ins Ziel.

 

In jedem Lauf zeigte Fiva seine ganze Klasse. Während andere explosiv starteten, steigerte er sich von Runde zu Runde. Nach verhaltenem Beginn arbeitete er sich konsequent nach vorne. Sowohl im Viertel- als auch im Halbfinal zog er an seinem Teamkollegen Ryan Regez vorbei, der jeweils mit einem Blitzstart überzeugte. Doch Regez konnte das Tempo nicht bis ins Ziel halten. Kurz vor Schluss verlor der Titelverteidiger das Gleichgewicht – ein schwedischer Konkurrent nutzte die Chance. Für Regez endete das Rennen bitter im Halbfinal.

Die schwierigen Bedingungen forderten den Athleten alles ab. Dichter Schneefall machte die Piste schwer und langsam. Die Fahrer mussten die Sprünge beinahe wie Skispringer anfliegen, jede Landung kostete Kraft. Im Ziel brachen mehrere Athleten erschöpft zusammen.

Dass ausgerechnet der 40-jährige Fiva mit diesen Strapazen am besten zurechtkam, unterstrich seine aussergewöhnliche Fitness. Im grossen Final lag er lange auf Silberkurs. Hinter dem Italiener Simone Deromedis hielt er sich stark auf Rang zwei. Doch im packenden Schlussspurt wurde es eng: Im Fotofinish mit Federico Tomasoni verpasste Fiva Silber um Haaresbreite. Gold ging an Deromedis, der mit den schwieriger werdenden Bedingungen am souveränsten umging.

Für die Schweiz ist es die 19. Medaille dieser Spiele. Während Regez diesmal mit Rang acht vorliebnehmen musste, sorgte Fiva am Tag X erneut für eine Topleistung. Ob es sein letzter grosser Auftritt war, bleibt offen. Noch hat der Routinier nicht entschieden, ob er seine Karriere fortsetzt. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass die Skicross-Bühne im kommenden Winter ohne den Bündner auskommen muss. Mit der zweiten Olympia-Medaille hat sich Fiva auf jeden Fall im Skicross verewigt.

 

(Bilder: SRF)