Polizei veröffentlicht Radar-Standorte in Pilotversuch

Die Kantonspolizei Graubünden gibt in einem Pilotversuch ausgewählte Standorte von semistationären Geschwindigkeitsmessanlagen bekannt. Das Ziel ist, Geschwindigkeitsüberschreitungen mit und ohne Bekanntgabe der Standorte zu vergleichen.

Der Pilotversuch beginnt am 1. März 2026 und dauert fünf Monate. Auf der Website der Kantonspolizei Graubünden werden Ort und Strasse von semistationären Geschwindigkeitsmessanlagen publiziert. Ausgenommen sind Standorte bei Spitälern, Alters- und Pflegeheimen, Schulen und Kindergärten, wie die Standeskanzlei des Kantons Graubünden am Dienstag mitteilte. 

Vergleich: mit und ohne Standortbekanntgabe

Damit Geschwindigkeitsübertretungen mit und ohne Standortangaben verglichen werden können, müssen einzelne Messungen im Pilotversuch an denselben Standorten erfolgen wie im Vorjahr. Die Auswertung der Widerhandlungen wird aufgeschlüsselt nach Herkunft der Fahrzeuge (Kanton Graubünden, übrige Schweiz und Ausland). So kann der Ferien- und Ausflugsverkehr vom kantonsinternen Verkehr unterschieden werden. In die Auswertung spielen auch Faktoren wie Wetter, Temperatur oder Ferienzeit mit, die nicht beeinflusst werden können. Trotzdem dürfen gewisse aussagekräftige Resultate erwartet werden.

Erhöhung der Verkehrssicherheit?

Nach einer Anfrage in der Februarsession 2025 des Grossen Rats stimmte die Regierung der Publikation der Standorte von Geschwindigkeitsmessanlagen für einen Pilotversuch zu. Dies, obwohl sie dadurch kaum einen positiven Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit erwartet. Mit dem Pilotversuch sollen Erfahrungen gesammelt und gleichzeitig Erfahrungen von anderen Kantonen analysiert werden. Ein Auswertebericht wird als Grundlage für das weitere Vorgehen dienen.

(Symbolbild: GRHeute)