Die Regierung hat die Botschaft zum Gesetz über die Höhere Berufsbildung (GHB) zuhanden des Grossen Rats verabschiedet. Mit dem eigenständigen Gesetz soll die Höhere Berufsbildung gezielt gestärkt und den aktuellen bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Entwicklungen angepasst werden. Der Grosse Rat wird in der Aprilsession 2026 darüber befinden.
Die Regierung unterbreitet dem Grossen Rat ein eigenständiges Gesetz über die Höhere Berufsbildung (GHB), um diesen für Graubünden wichtigen Bildungsbereich gezielt zu stärken und seine Sichtbarkeit zu erhöhen. Angesichts des Fachkräftemangels und der grossen wirtschaftlichen Bedeutung der Höheren Berufsbildung für die KMU-Wirtschaft und die Besiedelung des Kantons soll die Höhere Berufsbildung künftig in einem eigenständigen Gesetz geregelt werden. Damit wird das duale Bildungssystem auf Tertiärstufe mit zwei komplementären Gesetzen – dem GHB für die praxisorientierte Höhere Berufsbildung und dem bestehenden Gesetz über Hochschulen und Forschung (GHF) – abgebildet, wie die Standeskanzlei des Kantons Graubünden am Mittwoch mitteilte.
Das neue Gesetz schafft zeitgemässe Rahmenbedingungen, indem neben der Defizitfinanzierung der privat getragenen Höheren Fachschulen neu auch eine Pauschalfinanzierung ermöglicht wird. Die Behandlung im Grossen Rat ist für die Aprilsession 2026 geplant, das Inkrafttreten des Gesetzes und deren Verordnungen auf den 1. Januar 2027.
(Symbolbild ibW, BGS)

