Die zweitstärkste Partei im Bündner Grossen Rat soll auch zwei Sitze in der Bündner Regierung bekleiden. Deshalb schickt die FDP-Graubünden mit Martin Bühler (bisher) und Maurizio Michael zwei Kandidaten in den Wahlkampf.
An der Nominationsversammlung vom 9. Januar 2026 im Schloss Reichenau wurde die Zweierkandidatur den anwesenden Mitgliedern, Delegierten und Sympathisanten vorgestellt und zur Abstimmung gebracht. Einstimmig wurden Martin Bühler und Maurizio Michael von den Delegierten für die Regierungsratswahlen 2026 nominiert. Die Nomination erfolgte in Abwesenheit von Martin Bühler, der als Regierungspräsident am nationalen Trauertag in Gedenken an die Opfer von Crans-Montana teilnahm, wie die FDP des Kantons Graubünden mitteilte.
Der Entscheid, mit einem Zweierticket in den Wahlkampf zu starten, sei im vergangenen Jahr gereift, so Christine Kocher, Vizepräsidentin der FDP-Graubünden. Christof Kuoni, Präsident der Wahlkommission und Fraktionspräsident der FDP-Graubünden ergänzt: «Mit der Zweierkandidatur übernimmt die FDP Verantwortung und präsentiert zwei hervorragend qualifizierte Persönlichkeiten, die gemeinsam die Mehrsprachigkeit, wirtschaftliche Kompetenz und regionalen Unterschiede Graubündens glaubwürdig repräsentieren.»
Maurizio Michael lebt mit seiner Familie in Castasegna im Bergell und ist somit im italienischsprachigen Graubünden fest verwurzelt. Seit 2010 ist er Mitglied des Grossen Rats Graubünden, seit 2024 präsidiert er die FDP.Die Liberalen Graubünden. Als erfahrener Unternehmer setzt er sich als Präsident des Centro puntoBregaglia für die Förderung von Unternehmertum und Innovation im Tal ein. Zudem verantwortet er als Präsident der Verwaltungskommission des Centro Sanitario Bregaglia die strategische und finanzielle Führung eines regional verankerten und erfolgreichen Gesundheitszentrums.
Italienischbünden in der Regierung
Maurizio Michael ist nicht nur im Thema der Gesundheitsversorgung sattelfest, als Mitglied der grossrätlichen Kommission für Staatspolitik und Sicherheit (KSS) kennt er sich auch bestens mit den übergeordneten politischen Zielen und Leitsätzen des Grossen Rates und damit des Kantons Graubünden aus. Seine Motivation, Teil der Bündner Exekutive zu werden, begründet er damit, dass auch das italienischsprachige Graubünden nach 15 Jahren wieder in der Regierung vertreten sein soll.
Martin Bühler arbeitet seit 2023 als Regierungsrat und Vorsteher des Departements für Finanzen und Gemeinden. Als Finanzdirektor des Kantons Graubünden trägt er die Verantwortung für einen gesunden und nachhaltigen Bündner Finanzhaushalt und gestaltet die kantonale Politik mit Kompetenz und Augenmass mit. In den vergangenen vier Jahren hat er gezeigt, dass er Verantwortung übernimmt und dabei nahbar, offen und zugänglich bleibt.
Bereits während der Corona-Pandemie prägte Martin Bühler die Krisenbewältigung des Kantons entscheidend mit. Als Chef des Krisenstabs und Leiter des kantonalen Amtes für Militär und Zivilschutz führte er Graubünden ruhig, verlässlich und lösungsorientiert durch diese ausserordentliche Zeit. Die Geschäftsleitung der FDP-Graubünden ist überzeugt, dass Martin Bühler auch in der kommenden Legislatur eine tragende Rolle in der Bündner Regierung übernehmen wird.
(Bild: zVg.)

