Wie der Monitor von Bergbahnen Graubünden zeigt, lockten die diesjährigen Festtage die Menschen in die Bündner Berge. Der Wertschöpfungsmotor lief grösstenteils rund. Die Anzahl Ersteintritte der Bündner Bergbahnen liegt per Ende Dezember um 5.6% höher als im Vorjahr. Das Gesamtbild zeigt dennoch eine Fragmentierung.
Der Monitor der Branchenorganisation Bergbahnen Graubünden umfasst 23 Bergbahnunternehmen, die 90% des Bündner Transportumsatzes erwirtschaften. Die Ersteintritte von Saisonstart bis zum 31. Dezember 2025 legten im Vergleich zum Vorjahr um 5.6% zu. Ein erneutes Plus nach einem bereits starken Vorjahresergebnis, wie die Bergbahnen Graubünden am Freitag mitteilten.
Das Resultat fiel im Vergleich zu den langjährigen Durschnitten gar noch erfreulicher aus. So präsentiert sich der diesjährige Saisonstart im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt um 20,1% und im 10-Jahres-Durchschnitt um 29% höher. Zahlen, die Markus Moser, den Präsidenten von Bergbahnen Graubünden, freuen: «Um unseren Gästen, trotz herausfordernden Witterungsbedingungen, ein gutes Angebot zu bieten, gingen die Mitarbeitenden der verschiedenen Bergbahnbetriebe die notwendige Extrameile. Es hat sich gelohnt.» Die Angst vor überfüllten Pisten aufgrund eines reduzierten Angebots und mehr Gästen war unbegründet.
Positive Resultate
Von einem veritabel geglückten Saisonstart darf man speziell in den Regionen Davos Klosters sowie dem Ober- und Unterengadin sprechen. Dies dank 10,7% bis 11,5% höheren Ersteintritten im Vergleich zum Vorjahr. «Die Gäste schätzten das breite Angebot, dazu spielte das sonnige Wetter mit. Zudem ist der Anteil an Tagesgästen in diesen Regionen geringer als in anderen», erklärt Markus Moser.
Doch nicht alle Bündner Schneesportgebiete verbuchten positive Zahlen. Gerade diejenigen Gebiete mit fehlender oder unzureichender technischer Beschneiung sowie einem hohen Anteil an Tagesgästen standen vor Herausforderungen. Der nur geringfügige Niederschlag im November und Dezember sorgte für keine oder nur eine dünne natürliche Schneedecke. So wiesen diese Gebiete teils deutlich weniger Ersteintritte als im Vorjahr aus oder mussten gar vom Angebot Schneesport absehen. «Dies hat uns zum wiederholten Male gezeigt, wie essentiell eine effiziente technische Beschneiung für die Wertschöpfung ist», macht der Geschäftsführer von Bergbahnen Graubünden, Marcus Gschwend, deutlich. Und weist damit nicht nur auf die Wichtigkeit der Schneesicherheit für die Bergbahnunternehmen selbst hin, sondern unterstreicht den Nutzen für alle Leistungsträger (Hotellerie, Gastronomie, Skischulen, Handel etc.) sowie den gesamten Tourismuskanton Graubünden. Markus Moser bestätigt: «Die Bündner Bergbahnen sind der Tourismusmotor und sorgen für die Wertschöpfung, die unsere Dörfer am Leben erhält.» Dies verdeutlicht auch die touristische Wertschöpfungsstudie des Kantons Graubünden aus dem Jahr 2022/23.
Das Gesamterlebnis am Berg zählt
Dass die Bündner Bergbahnbetriebe mit den zur Verfügung stehenden Mitteln das bestmögliche Angebot anstrebten, wurde von den Gästen unisono geschätzt. Rückmeldungen von Gästen aus allen Ecken des Kantons bestätigen eine grosse Wertschätzung des Engagements. Für viele Gäste haben über die Festtage zudem nebst dem Schneesportvergnügen auch Erholung, Geselligkeit, Genuss und Sonnenschein eine hohe Priorität. Die vergangenen Festtage boten hierzu beste Voraussetzungen. Dies zeigte sich wiederum sehr positiv beim Konsumverhalten der Gäste in der Gastronomie am Berg.
«Alles in allem darf die Bündner Bergbahnbranche auf einen gelungenen Saisonstart zurückblicken. Für den anstehenden Saisonverlauf hofft die Branche aber natürlich auf eine anständige Portion Naturschnee», so Markus Moser.
(Bild: GRHeute)

