Kollagen einnehmen: Wann und für wen ergibt es Sinn?

Kollagen – das unscheinbare Strukturprotein im Körper – hat mehr zu bieten, als die meisten ahnen. Es bildet das Grundgerüst der Haut, stärkt Gelenke und gibt den Knochen Stabilität. Mit rund 30 Prozent Anteil an der gesamten Körperproteinmenge ist Kollagen der Star des Bindegewebes und sorgt für Spannkraft, Elastizität und Festigkeit. Ohne Kollagen würde der Körper quasi in sich zusammenfallen. 

Mittlerweile ist es regelrecht ein Trend, den Körper durch Kollagen Pulver und Kollagen Kapseln zu ergänzen und so fit zu halten. Pulver lässt sich unkompliziert in Smoothies, Wasser oder sogar Kaffee mischen, während Kapseln eine praktische Alternative für unterwegs bieten. Doch wer genau braucht zusätzliches Kollagen und ist es wirklich immer sinnvoll?

Warum der Körper im Alter Kollagen verliert

Ab Mitte zwanzig beginnt der natürliche Rückgang der Kollagenproduktion. Was zunächst kaum auffällt, zeigt sich mit der Zeit in Falten, schlaffer Haut oder steifen Gelenken. Das hat mit der nachlassenden Aktivität der Zellen zu tun, die Kollagen produzieren. Die Alterung ist dabei nicht der einzige Faktor. 

UV-Strahlung, Rauchen und ungesunde Ernährung wirken wie Brandbeschleuniger. Während die Haut an Straffheit verliert, werden Knochen und Knorpel anfälliger. Es ist ein natürlicher Prozess, aber einer, dem man mit der richtigen Unterstützung entgegenwirken kann.

Für wen und in welchen Lebenssituationen Kollagen Sinn macht

Es gibt keine universelle Antwort darauf, wer Kollagenpräparate nehmen sollte, aber bestimmte Gruppen profitieren besonders. Für Menschen ab 40 kann Kollagen helfen, die Haut praller wirken zu lassen und Gelenke geschmeidig zu halten. Sportler greifen oft zu, um die Regeneration zu fördern und ihre Gelenke zu schützen. Auch bei spezifischen Beschwerden wie Arthrose oder trockener Haut kann Kollagen unterstützend wirken.

Potenzielle Vorteile der Kollageneinnahme

Elastischere Haut, bessere Feuchtigkeitsbindung und weniger Falten sind häufig genannte Vorteile. Für die Gelenke gibt es ebenfalls Pluspunkte: Knorpel wird stabiler und Beweglichkeit bleibt länger erhalten. Auch Haare und Nägel können profitieren – kräftiger, glänzender und weniger brüchig lautet hier das Ziel. 

Kollagen unterstützt den Muskelaufbau und hilft bei der Regeneration. Ganz nebenbei tut es auch den Knochen gut, indem es sie robuster macht. Natürlich ist der Effekt individuell, aber regelmässige Einnahme über mehrere Wochen zeigt oft Ergebnisse.

Was bei der Einnahme von Kollagenpräparaten beachtet werden sollte

Ob Pulver, Kapseln oder Flüssigkeit – Kollagen gibt es in vielen Formen. Pulver lässt sich in Smoothies oder Wasser mischen, Kapseln sind praktisch und Flüssigkeiten direkt trinkbar. Die Wahl hängt vom persönlichen Geschmack ab, denn keine Darreichungsform hat einen klaren Vorteil. 

Bei der Dosierung kommt es auf den Zweck an: Hautpflege 2,5 bis 5 Gramm, Gelenke 5 bis 10 Gramm, für Sportler auch mehr. Wichtig ist eine konsequente Einnahme über mehrere Wochen. Nebenwirkungen sind selten, können aber bei Fisch- oder Ei-Allergien auftreten.

Natürliche Alternativen und Lebensstilfaktoren

Wer es lieber natürlich mag, kann mit Kollagen aus Lebensmitteln wie Knochenbrühe, Fleisch oder Fisch nachhelfen. Vitamin C ist dabei ein starker Partner, denn es unterstützt die Kollagensynthese. Auch Zink und Kupfer spielen eine Rolle, um die Struktur zu stabilisieren. UV-Schutz, gesunde Ernährung, Sport und Stressmanagement fördern die Kollagenbildung auf natürliche Weise. Rauchen und Alkohol dagegen bremsen den Prozess aus.



(Bild: unsplash)