Wie man mit KI die Werbung steuern kann

Die AIDA-Marketing-Formel hat definitiv ausgedient. Wer seine Werbung optimal ins Bild setzen will, verbindet Neurodaten mit KI. Und wenn FiFi Frei in seinem Labor in Fürstenaubruck die KI fragt, weiss man nachher auch, wie man sie gestalten soll.

FiFi Frei und seine Agentur skipp haben ein neues System, oder besser: eine neue Leidenschaft. Knochentrocken kann man sie Neurowissenschaft nennen. Praktisch ist es die Kunst, eine Werbeform mit KI zu analysieren, bevor sie an einer Plakatwand hängt, in einem Bus oder in den Sozialen Medien abgespielt wird – und so nach den Gewohnheiten der Menschen zum Maximum an Aufmerksamkeit optimiert werden kann. «Wir experimentieren schon seit 2023 damit», sagt FiFi Frei. Die alte Version ging so: Man setzte Personen eine Brille auf, die die Bewegungen der Augenlinse aufzeichnete. So konnte man recht gut sehen, ob die zentrale Aussage der Werbung auch am richtigen Ort war. Das klappte recht gut, war aber unfassbar teuer und bei weitem nicht so aufschlussreich.

Heute geht das automatisch und in Echtzeit. Man nimmt zum Beispiel eine Webseite, sagen wir, GRHeute, und wirft sie einer speziellen KI zum Frass vor. Die KI ist mit abertausenden Daten gefüttert, die genau analysiert, wo das Auge zuerst hinfällt, wo es bleibt, wo es klicken will und wo es die letzten zwei Sekunden verbleibt. Oder wie FiFi Frei es in der Fachsprache ausdrückt: visuelle Salienz, emotionale Aktivierung, kognitive Belastung und Memorisierung. Er machte schon Werbevideos, die er nach diesem Test nochmals neu machen musste, weil die KI die gute Idee gar nicht so gut fand. «Aber mittlerweile haben wir die Ansprüche der KI auch schon ein wenig in unserer DNA», sagt FiFi Frei. «Wir bearbeiten Aufträge von Anfang an so, dass sie so weit wie möglich den Kennzahlen unserer Neuro-/KI-Methodik entsprechen.»

Diese Tests werden in einem eigens erstellten Labor in Fürstenau gemacht. «Es lohnt sich vorerst, dies abseits des Tagesgeschäfts in Chur zu machen. Wir sind immer noch eine Agentur, und die reine Agenturarbeit wird in Chur gemacht. Wir haben einfach die besseren Instrumente zur Verfügung.» Die notwendigen Zertifikatefür Neuromarketing hat die skipp-Crew im Ausland erworben, da die Schweiz noch etwas hinterher hinkt – und die skipper arbeiten mit Fachleuten aus Skandinavien zusammen. «Ein gutes Netzwerk macht die Arbeit cleverer», findet Frei.

«Ich bin nach wie vor überzeugt: wir brauchen Macher, keine Theoretiker», sagt skipp-Gründer FiFi Frei. «Mit skipp schaffen wir es erstmals in der Branche, fundierte Wissenschaft und Praxis zu einer Einheit zu verschmelzen, die Marketing-Kampagnen wirklich revolutionieren kann. Unsere Testläufe in den letzten Monaten haben gezeigt, dass deutlich mehr als die Hälfte der heutigen Kampagnen nicht optimal aufgesetzt sind und dadurch nicht die gewünschte Wirkung erzielen. Unsere Kunden sparen dank unserer «neuen digitalen Motorik» viel Zeit und Geld – und erreichen Ziele, die bisher nicht möglich waren. Mit klaren Positionierungen und effizienteren Kampagnen zeigen wir, dass Neuromarketing nicht nur ein Trend, sondern die Zukunft des Marketings ist.»

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(Bild: zVg.)