Die Abstimmung über das Projekt der neuen Brambrüeschbahn rückt näher. Am 8. März 2026 entscheidet Chur über die Zukunft ihres Hausbergs – dieses Mal endgültig. Peter Engler, Bergbahnexperte und Mitglied des Verwaltungsrats der Bergbahnen Chur-Dreibündenstein, bringt es auf den Punkt: Ein «Ja zu Brambrüesch» bringt für Stadt und Bergbahn eine ausgewogene und langfristig tragfähige Lösung.
Das Pro und Contra zur Brambrüeschbahn geht in die Endphase. Peter Engler, ausgewiesener Bergbahnexperte, bringt es auf den Punkt: «Statt Flickwerk, wie es die Kritiker vorschlagen, brauchen wir eine ganzheitliche Lösung. Das vorliegende Projekt ist in dieser Form die einzige Variante, die sowohl für die Stadt und als auch die Churer Bevölkerung und deren Hausberg langfristig tragfähig und sinnvoll ist. Es ist mitnichten ein Luxusprojekt, sondern ein sorgfältig ausgewogenes, vorgeprüftes und sofort ausführbares Projekt.»
Engler legt nochmals die Fakten auf den Tisch – drei Gründe sind ihm besonders wichtig:
1. Günstiger wird’s mit Sicherheit nicht
Die Kosten für die neue Direktverbindung sind nicht überzogen, sondern langfristig notwendig. Die bestehende Bahn hat ihre Lebensdauer erreicht. Eine Ablehnung der Vorlage bedeutet keine Einsparungen, sondern führt zu höheren Kosten aufgrund von nötigen Investitionen und Unterhaltskosten ohne nachhaltige Lösung. Das gilt auch für die untere Sektion von Chur aufs Känzeli, wo zahlreiche Investitionen sofort getätigt werden müssten – unter anderem wegen der Vorgaben des Behindertengesetzes, aber auch wegen technischen Belangen (z.B. anstehender Ersatz der Tragseile). Verschiedene Alternativen wurden geprüft. Langfristig ist die Vorlage beste Entscheidung, sowohl finanziell als auch für die Zukunft von Brambrüesch.
2. Stadthallenareal: Es entsteht Platz für vielseitige Entwicklung
Weil die Talstation in Richtung Berg verlegt wird, schafft das neue Projekt Raum für die Stadtentwicklung auf dem ehemaligen Stadthallenareal. Mit dessen vollständiger Erschliessung entsteht nicht nur ein Vorteil für die Bergbahnen, sondern ein nachhaltiger Mehrwert für die Stadt Chur. Beispielsweise könnte auf den insgesamt 12’000 Quadratmetern attraktiven und bezahlbaren Wohnraum erstellt werden, bleibt der Standort der Talstation bestehen sind es in etwa die Hälfte. Die neue Verbindung stärkt damit die Attraktivität des Areals, verbindet Stadt und Berg enger miteinander und verleiht dem Churer Hausberg für die künftigen Generationen neue Dimensionen.
3. Gut investiert – Eine Bergbahn denkt man im Horizont von 40 Jahren
Eine einzelne Investition wie die Direktverbindung Brambrüesch ist langfristig zu betrachten. Sie macht sich bezahlt – für die Besucherinnen und Besucher heute, die an 330 Tagen – Sommer wie Winter – den Churer Hausberg geniessen. Und sie bringt’s langfristig. Dass dieses Projekt der Auslöser für eine mögliche Steuererhöhung sein soll, ist zu kurz gegriffen. Die Investition von 33,7 Millionen für das reine Bergbahnprojekt (inklusive Teuerung) allein ist nicht ausschlaggebend für eine Steuerfusserhöhung. Diese mittelfristig diskutierte Vorlage wäre der Summe zahlreicher städtischer Investitionen geschuldet.
Mehr zum Thema – inklusive Erklärfilm

