Achtung, fertig, higa! Die higa ist mit Pauken und Trompeten eröffnet worden. Es warten vier Tage voller Party, Prosecco und Palavern.
Zum 68. Mal findet dieses Wochenende die higa in Chur statt. «Sie ist wichtig für Chur und Graubünden», sagte Stadtpräsident Hans Martin Meuli am Donnerstag anlässlich der Eröffnung in der Stadthalle. Oder wie Moderatorin Katharina Balzer es sagte: «Die higa hat sich verändert, die Musik hat sich verändert.»
Vor 68 Jahren – nicht zu verwechseln mit «Mit 66 Jahren», aber praktisch damals, als Hans Martin Meuli einmal im Jahr den Spruch «an d’higa muasch hi ga» hörte – hörte man vor allem Vico Torrianis «Ananas aus Caracas», wie Katharina Balzer sagte. Heute wird an den Parties, den legendären higa-Parties, eher der Song «Wackelkontakt» gespielt und die Zeile «Wär ich ein Möbelstück» war so quasi der rote Faden der Eröffnungsfeier.
Wenn man also wissen wollen würde, als welches Möbelstück sich der Stadtpräsident fühlt, dann steht die Antwort hier: Eine Stehlampe. «Sie steht mit beiden Beinen auf dem Boden, das Licht steht auch für Ideen geben und sie kann natürlich Licht in den Schatten geben.» Regierungsrat Marcus Caduff, als Vertreter des Kantons vor Ort, sieht sich als Stuhl und somit derjenige, der seinen Mitarbeiter:innen den Rücken freihält. Witziger war seine erste Antwort: «Ich bin Beamter, da wäre ein Bett passend.»
Zum zweiten Mal wird die higa unter dem Zepter des neuen OK United Events durchgeführt. Dahinter stehen FiFi Frei, Claudio Strohmaier, Simon Büchel und Michael Ammann. «Letztes Jahr war es eine Hau-Ruck-Übung. Dieses Mal hatten wir ein Jahr Zeit», sagten sie auf der Bühne. «Es braucht Leute mit Mut», sagte Hans Martin Meuli. «Die Marke higa bleibt bestehen und wird zu neuem Leben erweckt.»
Und ganz wichtig: Die Stadt Chur wird die higa auch 2026 unterstützen. Die Publikumsmesse wird nochmals in der alten Stadthalle statt finden.
(Bilder: GRHeute)