Schwarzer Abend für Davos und Chur

Kein guter Abend für die beiden stärksten Bündner Eishockeyteams: Sowohl der HC Davos – in den Playoff-Viertelfinals der National League – wie auch der EHC Chur – im Playoff-Final der MyHockey League – verloren am Donnerstagabend ihre Spiele mit 2:3.

Nach dem Break im ersten Spiel hat der HC Davos nun auch das zweite Spiel in Serie gegen Lausanne verloren. Die Wetschweizer zeigten mehr Biss und stellten ihre Heimstärke unter Beweis. Das 3:2 war am Ende ein zu knappes Resultat für die Gastgeber. Das erste Drittel begann mit einer Strafzeit gegen Joakim Nordström von Davos wegen Beinstellens, was Lausanne die Möglichkeit gab, ihre Überzahl zu nutzen. Lawrence Pilut profitierte und erzielte das erste Tor des Spiels. Nur zwei Minuten später baute Lukas Frick die Führung auf 2:0 aus, ein Vorsprung, der den Ton für den weiteren Verlauf des Spiels angab. Davos kam gegen die aufsässigen Lausanner nie richtig in Fahrt, selbst ein fünfminütiges Überzahlspiel brachte nicht viele gute Chancen für die Gelb-Blauen. Auch im zweiten Drittel war Lausanne das bessere Team und hätte das Spiel vorentscheiden müssen. Wie aus dem Nichts aber sorgte Marc Wieser für den Anschlusstreffer, was die Hoffnung auf ein Comeback für den HC Davos weckte.

Das dritte Drittel begann jedoch nach einem Fehler von HCD-Verteidiger Enzo Guebey mit einem schnellen Tor von Jiri Sekac für Lausanne, was den Vorsprung auf 3:1 erhöhte und sich als das spielentscheidende Tor herausstellte. Der HC Davos antwortete zwar sieben Minuten vor Spielende mit einem Tor durch Valentin Nussbaumer, so richtig zwingend wurde der HCD in der Schlussphase aber nicht mehr. Der Sieg des Lausanne HC war zweifellos verdient. Der HCD wird sich bis am Samstag etwas einfallen lassen müssen, will man vor ausverkauftem Haus in Davos in der Serie bleiben.

Chur verschläft Start

In Chur erlebten über 2000 Zuschauerinnen und Zuschauer im ersten Playoff-Final der MyHockey League eine Achterbahn der Gefühle. Besonders bemerkenswert war der dramatische Start, bei dem der EHC Chur in den ersten 18 Minuten des Spiels einen schockierenden Drei-Tore-Rückstand hinnehmen musste. Das Spiel begann mit einem frühen Tor von Noé Bachmann, das den EHC Seewen nur 1:07 Minuten nach Anpfiff in Führung brachte. Die Dominanz des EHC Seewen setzte sich fort, als Yannick Capaul in der 13. Minute das 0:2 markierte. Die Situation für den EHC Chur verschärfte sich weiter, als Adrian Steiner kurz vor Ende des ersten Drittels das dritte Tor für Seewen erzielte, ein Treffer, der später zum spielentscheidenden Tor werden sollte.

Der EHC Chur zeigte Charakter und Kampfgeist. Im zweiten Drittel begann die Aufholjagd des Heimteams mit einem Tor von Mika Burkhalter, assistiert von Greg Halberstadt, welches das Eis für die Gastgeber brach. Die Spannung stieg, als beide Teams mehrere Strafzeiten erhielten, was die Intensität des Spiels unterstrich. Cedric Gysi, mit Unterstützung von Lukas Rubin und Lars Frei, brachte Chur mit einem weiteren Tor näher an ein Comeback heran, und am Ende des zweiten Drittels stand es nur noch 2:3. Das letzte Drittel blieb aber am Ende ohne Tore, der Ansturm der Churer blieb unbelohnt, so dass das Spiel mit einem knappen Sieg für den EHC Seewen endete. Die Serie wird am Samstagabend mit Spiel 2 in Seewen fortgesetzt.

 

(Bild: Der HC Davos liegt in der Serie gegen Lausanne nun 1:2 hinten/My Sports/ehcfans.ch)