Tourismusprogramm Graubünden erfolgreich abgeschlossen

Das Tourismusprogramm Graubünden 2014–2023 läuft Ende Jahr aus. Das zehnjährige Programm darf als erfolgreich bezeichnet werden.

Es wurde von der Bündner Regierung lanciert, um gezielte Impulse in der Tourismuswirtschaft zu setzen. Mit dem Programmende wird auch der Tourismusrat Graubünden aufgelöst, wie die Standeskanzlei des Kanton Graubündens am Donnerstag mitteilt. Als Orientierungshilfe für den Bündner Tourismus hat der Tourismusrat eine Standortbestimmung verfasst, die ab sofort zur Verfügung steht.

Die Bündner Regierung lancierte vor zehn Jahren das «Kooperationsprogramm für den Bündner Tourismus». Diese auf Kooperation der touristischen Akteure und Innovation angelegte Förderinitiative läuft nun per Ende 2023 aus. Das Programm hatte das Ziel, das Zusammenspiel verschiedener Leistungsträger zu stärken und die Innovationskraft der Destinationen zu fördern, deren Produkte marktfähig zu machen und damit Graubünden auf der nationalen und internationalen Tourismuslandkarte prominent zu positionieren. Es konnten über 70 Projekte mit einem Fördervolumen von 15,5 Millionen Franken unterstützen werden. Den Erfolg bestätigt auch eine Analyse der Firma Econcept AG, die dem Förderprogramm eine grosse integrative und kompetenzenübergreifende Wirkung attestiert.

Tourismusrat Graubünden wird aufgelöst
Der Tourismusrat Graubünden wurde für die strategische Steuerung des Programmes als unabhängiges Gremium geschaffen, um die Bündner Regierung zu beraten. Mit dem Programmende wird auch der Tourismusrat Graubünden aufgelöst. Das achtköpfige Gremium wird seit Juli 2020 von Prof. Thomas Bieger (Universität St. Gallen) präsidiert. Dessen Vorgänger war Prof. Ernst A. Brugger, der von Januar 2014 bis Juni 2020 den Tourismusrat leitete und als Initiant des «Weissbuch für den Bündner Tourismus» gilt. Diese Sammlung von Thesen und konkreten Impulsen für die Bündner Tourismuswirtschaft wurde 2017 veröffentlicht.

«Der Bündner Tourismus hat dank seiner Angebotsvielfalt und dank der Weitläufigkeit des Kantons substanzielle Marktvorteile, die es auch in Zukunft gezielt zu nutzen gilt.»

Orientierungshilfe für den Bündner Tourismus
An das Weissbuch knüpft die nun vom Tourismusrat vorgelegte «Standortbestimmung für den Bündner Tourismus» an. Diese liefert einen Ausblick auf Chancen und Gefahren für den Bündner Tourismus und dient als Orientierungshilfe. In der gut 20-seitigen Publikation werden die wesentlichen Handlungsfelder und Trends umrissen sowie Handlungsempfehlungen formuliert. Der Bündner Tourismus hat dank seiner Angebotsvielfalt und dank der Weitläufigkeit des Kantons substanzielle Marktvorteile, die es auch in Zukunft gezielt zu nutzen gilt.

Weiterhin Förderinstrumente zu Gunsten des Tourismus verfügbar
Nach dem Abschluss des Tourismusprogramms 2014–2023 stehen weiterhin konkrete Förderinstrumente seitens des Kantons zur Verfügung. Insbesondere das nächste Umsetzungsprogramm der Neuen Regionalpolitik (NRP) des Kantons Graubünden sieht verschiedene Themenfelder vor, so dass auch weiterhin innovative und destinationsübergreifende Vorhaben von Tourismusakteuren mit Kantonsbeiträgen gefördert werden können. Das Amt für Wirtschaft und Tourismus begleitet auch in Zukunft aktiv die Tourismus- und Regionalentwicklung im Kanton Graubünden.

Auf einen Blick: Der Output des Bündner Tourismusprogramms 2014–2023

Zwischen 2014 und September 2023 hat die Bündner Regierung respektive das Departement für Volkswirtschaft und Soziales insgesamt 71 Vorhaben im Rahmen des Bündner Tourismusprogramms gutgeheissen. Für 37 Projekte von Dritten wurden Projektbeiträge verfügt. 34 Projekte hat der Kanton selbst initiiert und bei Dritten in Auftrag gegeben. Rund vier Fünftel der zugesicherten Fördermittel sind als Beiträge in Projekte Dritter geflossen. Am meisten Projekte (21) wurden im Themenfeld «Produkt- und Marktentwicklung» gefördert. Es folgen die Themenfelder «Standortentwicklung» (20 Projekte) und «Systeminnovation» (15 Projekte). Weniger als 10 Projekte entfallen auf die Themenfelder «Wissensmanagement» sowie «Perspektiven bestehender Destinationen». Insgesamt sind in die «Standortentwicklung» rund 3,1 Millionen Franken und in die «Systeminnovation» knapp 1,8 Millionen Franken geflossen. In den Themenfeldern «Perspektiven bestehender Destinationen» wurden rund 660 000 Franken und im Themenfeld «Wissensmanagement» rund 500 000 Franken zugesichert.

 

(Bild: GRHeute)