Foto

Buch über Spätgotik veröffentlicht

Das Staatsarchiv Graubünden (Amt für Kultur) freut sich, die neuste Publikation in seiner Reihe Quellen und Forschungen zur Bündner Geschichte (QBG) vorstellen zu können. Graubünden zählt viele spätgotische Kirchen mit kunstvollen Gewölben. Mit welchen Techniken und Materialien wurden diese komplexen Konstruktionen realisiert? Wer waren die Baumeister, die sie schufen? Diesen Fragen geht das Buch nach.

Ab der Mitte des 15. Jahrhunderts erlebte Graubünden einen eigentlichen Kirchenbau-Boom. Über hundert Gotteshäuser wurden neu errichtet oder grundlegend umgebaut, wie die Staatskanzlei des Kantons Graubünden am Montag mitteilte. Auftraggeberinnen dieser Bauten waren vor allem Kirchgemeinden – viele von ihnen waren selbst soeben gegründet worden. Das besondere Merkmal der neuen Kirchen waren ihre kunstvollen Gewölbe.

Die Planung und Realisierung der bemerkenswerten Deckenkonstruktionen stehen im Fokus des neuen QBG-Bandes. Aufwändige Bauaufnahmen verhelfen zur Entschlüsselung der spätgotischen Bautechnik. So wird das jeweilige Bauwerk mit seiner historischen Substanz selbst zur vorrangigen Quelle.

(Bild: zVg. Die Florinuskirche in Ramosch ist eine der grössten spätgotischen Kirchen Graubündens. Die Rippen ihres Chorgewölbes bilden die Figuration eines «Haspelsterns».)