Und wieder zwei Zusatzpunkte vergeigt…

Der HC Davos hat auch am Freitag und am Samstag wieder Punkte gesammelt – und Punkte verloren: Am Freitagabend verlor der Rekordmeister im Penaltyschiessen in Rapperswil, am Samstagabend in Overtime zuhause gegen den SC Bern. Bleibt nur zu hoffen, dass die verlorenen Zusatzpunkte am Ende nicht fehlen…

Nach elf Spielen in der Saison 2022/23 bleibt für den HC Davos sicher das Zwischenfazit, dass der Rekordmeister eine starke Truppe stellt, die die direkte Playoff-Qualifikation – sprich: einen Platz in den Top 6 – schaffen müsste. Bisher hat Davos erst in einem einzigen Spiel in der regulären Spielzeit verloren. Bedenklich ist aber die Statistik der verlorenen Zusatzpunkte bei unentschiedenem Spielstand nach 60 Minuten: In fünf Spielen musste der HCD bisher eine Zusatzschicht einlegen, viermal verloren die Bündner im Penaltyschiessen, einmal – am Samstag im Jubiläumsspiel zum Corona-bedingt verspäteten 101. Geburtstag – in Overtime. Die Erfahrung zeigt, dass am Ende der Regular Season – wenn es um die Playoff-Qualifikation, Heimrecht etc. – geht, jeder Punkt zählt. Bleibt nur zu hoffen, dass die Bündner diesen verlorenen Zusatzpunkten im ersten Qualifikationsfünftel nicht noch nachtrauern…

Am Samstag gegen Bern blieb den Bündnern immerhin das Gefühl, wenigstens einen Punkt gewonnen zu haben. Die Bündner lagen zuhause vor toller Kulisse – mit 6547 Zuschauern war das Stadion ausverkauft – bis kurz vor Schluss mit 1:3 hinten, ehe Matej Stransky 150 und Magnus Nygren 99 Sekunden vor der Sirene doch noch den umjubelten Ausgleich schafften. HCD-Trainer Christian Wohlwend gamblete in der Overtime, indem er Goalie Sandro Aeschlimann früh durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzte. Ein Risiko, das gründlich in die Hosen ging. Chris Di Domenico sicherte den Bernern nach nur 29 Sekunden in der Verlängerung mit seinem Treffer ins leere Davoser Tor mit dem 4:3 den Zusatzpunkt. Über Sinn und Unsinn und Wahrscheinlichkeiten von Wohlwends Manöver könnte man sicher diskutieren – Fakt bleibt, dass der HCD das Gamble seines Cheftrainers mit einem Zusatzpunkt bezahlen musste. 

 

Bereits am Freitag hatte der HCD mit einem späten Tor zumindest einen Punkt geholt: Erneut Matej Stransky (56.) war es, der für Davos getroffen hatte, im folgenden Penaltyschiessen blieben die Bündner aber zum vierten Mal in Serie erfolglos. Rapperswils Topskorer Roman Cervenka traf zweimal und sicherte den Rosenstädtern damit den Shootout-Sieg. 

 

 

Für sein nächstes Spiel muss der HCD am Dienstag zum EHC Biel reisen. Bei den Bündnern geben gemäss der HCD-Webseite möglicherweise die angeschlagenen Michael Fora und Daniel Rasmussen ihr Comeback. Beide mussten in den letzten beiden Meisterschaftspartien wegen muskulären Problemen pausieren.

 

(Bild Matej Stransky: MySports)