Keine Masken mehr an Volksschulen

Trotz hoher Infektionszahlen durch die Omikronvariante ist eine Überlastung der Spitäler ausgeblieben und die Belegung der Intensivpflegestationen hat weiter abgenommen. Dies veranlasst die Regierung, die kantonalen Massnahmen gegen die Pandemie aufzuheben. Grund für die Entspannung der Lage dürften die hohe Immunität der Bevölkerung durch die Impfung und frühere Erkrankungen sein. Zudem verursacht Omikron weniger häufig schwere Verläufe als frühere Virusvarianten.

Zurück zu alten Freiheiten

Die Regierung ist sich bewusst, dass die Bewältigung der Pandemie der Bevölkerung, der Wirtschaft und der Gesellschaft viel abverlangt hat. Dank einer hohen Eigenverantwortung und diszipliniertem Verhalten konnten die Überlastung der Gesundheitsinstitutionen verhindert und das Funktionieren der Gesundheitsversorgung zu jeder Zeit sichergestellt werden. Angesichts der aktuellen Lageentwicklung können nun viele Massnahmen aufgehoben werden. Die Impfung und die Hygiene- und Verhaltensregeln werden als Schutz vor Ansteckungen aber weiterhin empfohlen. Zudem ist es wichtig, dass sich Personen mit Symptomen testen lassen oder sich in Isolation begeben.

Aufhebung der Maskenpflicht an den Volksschulen

Die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler an den öffentlichen und privaten Volksschulen wird ab Donnerstag, 10. Februar 2022, 0 Uhr, aufgehoben. Das freiwillige Tragen einer Schutzmaske ist weiterhin möglich. Für alle anderen Personen gilt in Innenräumen auf den Arealen der Volksschulen eine Maskenpflicht. Die Maskenpflicht an der Sekundarstufe II gilt bis zur Aufhebung durch den Bundesrat weiter.

Betriebs- und Schultestungen werden eingestellt

Die Omikronvariante hat die Teststrategie massgeblich beeinflusst. Weil die Ansteckungsketten nicht mehr wirksam unterbrochen werden können und die Laborkapazitäten weiterhin begrenzt sind, aber die Lageentwicklung zuversichtlich stimmt, werden die Schultestungen und die Betriebstests ausserhalb des Gesundheits- und Betreuungswesens ab Freitagabend, 11. Februar 2022 eingestellt.

Bis Ende Februar weitergeführt werden die Betriebstests in Spitälern, Kliniken, Angeboten für die stationäre Pflege und Betreuung von Langzeitpatientinnen und -patienten und betagten Personen, Diensten der häuslichen Pflege und Betreuung (Spitex), Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Physiotherapiepraxen, Apotheken, Wohnheimen für Menschen mit Behinderung, Wohnheimen für Kinder und Jugendliche (ausgenommen die Wohnheime im Bereich der beruflichen Grundbildung, der Mittelschulen sowie der Tertiärstufe), Kindertagesstätten und Justizvollzugsanstalten. Ab Anfang März gelten die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit.

Erfolgreiche Verbundorganisation

Die Coronapandemie hat das Leben während zweier Jahre verändert und die Vorstellungen von Normalität, öffentlichem Leben und sozialem Miteinander auf die Probe gestellt. Im Rahmen der Pandemiebewältigung verabschiedete die Regierung zum Schutz der Gesundheit und der Wirtschaft 190 Regierungsbeschlüsse im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Erstmals in der Geschichte setzte die Regierung den Kantonalen Führungsstab (KFS) über eine längere Zeitspanne ein.

Der KFS stand während zwei Jahren für die Vorsorge und Bewältigung der Pandemie im Einsatz oder unterstützte das Gesundheitsamt. Damit setzte der Kanton Graubünden auf eine breit aufgestellte Verbundorganisation, welche die Institutionen des Gesundheitswesens, der Verwaltung, der Gemeinden, Verbände, Schulen und der Wissenschaft miteinbezog und laufend den geforderten Bedürfnissen angepasst werden konnte. Nebst dem Betrieb einer zentralen Kommunikationsstelle für die Bevölkerung und die Betriebe des Kantons sowie die Medien gelang es ihr, innovative Schutzkonzepte zu entwickeln, deren Massnahmen teilweise schweizweit übernommen wurden.

Krisenbewältigung wird wieder in ordentliche Strukturen überführt

Dank der positiven Entwicklung kann die weitere Bewältigung der Coronapandemie nun wieder in den ordentlichen Strukturen erfolgen. Mit der Nachbearbeitung ist weiterhin das Amt für Militär und Zivilschutz beauftragt. Der längerfristige Umgang mit dem Coronavirus und die Vorsorgeplanungen werden nun unter der Leitung des Gesundheitsamts geplant.

Das Contact-Tracing, die zentrale Kommunikationsstelle Coronavirus sowie die Corona-Hotline (Tel. +41 81 257 44 44) bleiben weiterhin in Betrieb.

 

(Bild: Archiv)