Landquart wird «einheimisch» auf Danusa

Die Gemeindeversammlung Landquart hat der Initiative für einen Einheimischen-Tarif auf Grüsch Danusa zugestimmt. Ein vom Gemeindevorstand ausgearbeiteter Gegenvorschlag blieb chancenlos.

700 Einwohnerinnen und Einwohner hatten die Initiative für Verhandlungen über einen Einheimischen-Tarif mit zusätzlicher Jugendförderung auf Grüsch Danusa unterschrieben. Die Initiative war an der letzten Gemeindeversammlung im Juni als Auftrag an den Gemeindevorstand überwiesen worden.

Die Ergebnisse der Verhandlungen wurden an der Gemeindeversammlung von Donnerstagabend in Landquart vorgestellt. Es sieht vor, dass Kinder eine Saisonkarte für 100 Franken; Jugendliche für 150 Franken erhalten. Alle anderen bezahlen den Einheimischen-Tarif. Dafür bezahlt die Gemeinde einen Sockelbeitrag von rund 40’000 bis 50’000 Franken – je nach Anzahl der Abos.

Der Gegenvorschlag der Gemeinde wollte den Sockelbeitrag nicht an einem Skigebiet festmachen und schlug vor, Familien einzeln zu unterstützen und für selbstgewählte Skigebiete einen gewissen Beitrag an die Saisonkarte zu bezahlen. Das wäre auch für die Kinder und Jugendlichen teurer geworden. Sie hätten 55 respektive 120 Franken mehr als in der Variante Grüsch Danusa bezahlen müssen.

Der Gegenvorschlag blieb am Schluss chancenlos und wurde mit über 100 Stimmen abgelehnt. Dafür war die Initiative ein voller Erfolg: 180 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sagten Ja zum Einheimisch-Tarif auf Grüsch Danusa, knapp 30 sagten Nein, wie ein Besucher der Gemeindeversammlung gegenüber GRHeute berichtete.

Grüsch Danusa hat den Vorverkauf für die Saisonkarten bis Mitte Dezember verlängert.

 

(Bild: GRHeute)