Dick Axelsson und Wieser-Brüder zwingen ZSC Lions in die Knie

Dank zwei Toren der Gebrüder Wieser im Schlussdrittel hat der HC Davos den NLA-Leader ZSC Lions mit 4:2 bezwungen.

Der HCD hat nach dem Doppelnummer eine starke Reaktion gezeigt: Mit einem 4:2 (1:0, 1:2, 2:0) über die ZSC Lions sind die Bündner am Dienstagabend wieder auf die Siegerstrasse zurückgekehrt. Die letzten beiden Spiele gegen die Lions waren im Frühling gewesen, im Playoff-Final hatten die Davoser zweimal Oberwaser gehabt.

Auch gestern traten die Bündner ansprechend auf. Dass die Bündner nach zwei Dritteln aber noch im Spiel waren, verdankt die del-Curto-Truppe ihrem Söldner Dick Axelsson, der die Davoser in der 10. Minute in Führung gebracht und kurz vor der zweiten Drittelspause zum 2:2 ausgeglichen hatte, jeweils auf Vorarbeit von Perttu Lindgren.

Im Schlussabschnitt hatten die Davoser Marc und Dino Wieser ihren grossen Auftritt: Kurz nach Wiederanpfiff lancierte Dino seinen Bruder mustergültig, der solo mit einem trockenen Handgelenkschuss unter die Latte zur 3:2-Führung einschoss. Die Bündner hatten zwar noch einige brenzlige Situationen zu überstehen, 127 Sekunden vor Schluss war es dann aber Dino Wieser, der das Spiel solo mit einem frechen Backhand-Abschluss zwischen den Schonern von ZSC-Goalie Niklas Schlegel zum 4:2 entschied.

«Müssen uns bei Leo Genoni bedanken»

Der Ur-Davoser Dino Wieser gab nach dem Spiel gegenüber Radio Südostschweiz zu verstehen, dass «wir eine Reaktion zeigen mussten. Wir wussten, es würde nicht einfach. Aber auch wenn das Reusltat gut aussieht, haben wir sicher nicht unser Top-Hockey gespielt. Wir müssen uns bei Leo im Tor bedanken.»

Das letzte Wochenende, vor allem die 0:6-Klatsche in Langnau, hatte die Davoser auf jeden Fall geweckt: Wie eine Feuerwehr stürmten die Bündner im Startdrittel an. «Wir versuchen immer, das Spiel anzukurbeln, das Tempo zu bestimmen. Wir können das noch besser als heute», so Dino Wieser, «aber wir wussten, dass wir nicht mehr so auftreten konnten wie am Wochenende. Das war beschämend.»

«Habs einfach probiert»

Zu seinem schönen Entscheidungstor im Alleingang lachte Wieser ins Mikrofon von Radio Südostschweiz: «Ich komme nicht so oft allein aufs Tor. Ich habe gesehen, dass der Goalie etwas weit vorne steht und versucht, dass er sich verschieben muss und sich ein Loch öffnet. Ich habs einfach probiert.»

Am Freitag gehts für den HCD weiter – ausgerechnet erneut bei den SCL Tigers, die den Bündnern am letzten Samstag die schmerzliche Shutout-Niederlage zugefügt hatten. «Wir versuchen, in Langnau eine Reaktion zu zeigen», so Wieser, «wenn wir so starten wie heute, kommt das sicher nicht schlecht raus.»

 

Das Telegramm

Davos – ZSC Lions 4:2 (1:0, 1:2, 2:0)
4445 Zuschauer. – SR Fischer/Wiegand, Kohler/Kovacs.
Tore: 10. Axelsson (Lindgren, Ambühl) 1:0. 23. Suter (Shannon) 1:1. 37. Blindenbacher (Trachsler, Schäppi) 1:2. 38. Axelsson (Lindgren, Marc Wieser) 2:2. 41. (40:48) Marc Wieser (Dino Wieser, Lindgren) 3:2. 58. Dino Wieser 4:2.
Strafen: 4-mal 2 plus 10 Minuten (Brejcak) gegen Davos, 3-mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Lindgren; Nilsson.
Davos: Genoni; Brejcak, Jung; Heldner, Forster; Schneeberger, Kindschi; Forrer, Paschoud; Sciaroni, Ambühl, Dino Wieser; Marc Wieser, Lindgren, Axelsson; Simion, Samuel Walser, Jörg; Ryser, Aeschlimann, Kessler.
ZSC Lions: Schlegel; Blindenbacher, Jonas Siegenthaler; Geering, Bergeron; Seger, Phil Baltisberger; Hächler; Jan Neuenschwander, Trachsler, Schäppi; Künzle, Shannon, Pius Suter; Ryan Keller, Denis Malgin, Roman Wick; Nilsson, Cunti, Foucault.
Bemerkungen: Davos ohne Corvi, Du Bois, Samuel Guerra, Paulsson, Sieber (alle verletzt) und Setoguchi (gesperrt), ZSC Lions ohne Chris Baltisberger, Patrik Bärtschi, Flüeler, Dan Fritsche, Herzog, Matthews und Daniel Schnyder (alle verletzt). Suter verletzt ausgeschieden (41.).

 

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(Bilder: Jakob Menolfi/EQ Images)