Erfolgreiche Schweizer Unihockey-Pause

Am kommenden Wochenende wird die laufende Meisterschaft, nach dreiwöchiger Pause, wieder aufgenommen. Am Samstag bestreiten die NLA-Damen und -Herren die sechste beziehungsweise achte Runde, tags darauf wird der Cup- Viertelfinal gespielt.

Zum Start ein Rückblick auf die Herren-Länderspiele am EFT (Euro Floorball Tour) in Brno (Cz): Das Schweizer Team, mit fünf Spielern aus Graubünden, hat an diesem hochklassigen Turnier am Schluss den sehr guten zweiten Platz erreicht. An diesem Turnier nahmen die Top-4-Unihockey-Nationen teil. Bedenkt man, dass die Schweizer Nationalmannschaft an der letzten Weltmeisterschaft im Dezember 2014 den undankbaren vierten Rang erreicht hat, so ist die jetzige Leistung des jungen Teams von Trainer David Jansson hoch einzuschätzen.

Historischer Sieg gegen Finnland

Im Startspiel gewann das Schweizer Team gegen Finnland gleich mit 6:3. Zur Information: der letzte Sieg gegen Finnland wurde am 13. September 2009 erzielt! Mit diesem klaren Sieg durfte man im Vorfeld nicht rechnen. Umso mehr freut mich die sehr gute Leistung des gesamten Schweizer Teams gegen die zweitstärkste Unihockey-Nation. Im zweiten Spiel trafen die Schweizer auf den amtierenden Weltmeister aus Schweden. Wohlgemerkt, gegen dieses Weltklasseteam konnte die Schweiz noch nie einen Sieg feiern. Allerdings auch nicht im letzten Spiel. Das Schweizer Team verlor am Schluss klar 5:12 gegen das übermächtig scheinende Schweden. Bis Spielhälfte hielt das Team von Trainer David Jansson noch gut mit und lag bis dahin gerade mal 2:4 hinten. Doch im letzten Drittel fehlte die nötige Kraft, um das hohe Tempo der Schweden mitgehen zu können. Und so kam es, wie schon so oft, dass die Schweden mit ihrem hohen Balltempo und der individuellen Klasse das Score kontinuierlich ausbauten.

Comeback-Sieg gegen Tschechien

Im dritten und letzten Spiel des Turniers traf die Schweizer Nationalmannschaft auf das tschechische Team, welches die Schweiz an der letzten WM im Bronze-Spiel bezwungen hatte. Für einige Schweizer Akteure war Wiedergutmachung angesagt. Das Schweizer Team musste bis zum Schluss hart arbeiten, um den erhofften Sieg auch zu realisieren. Sie gewannen das Spiel schlussendlich verdient mit 6:5. Obwohl die Schweiz nach 33 Minuten noch mit 2:5 hinten lag, gelang es ihnen im Schlussabschnitt, das Spiel mit vier Treffern zu wenden. In diesem Drittel stach vor allem die geschlossene Teamleistung heraus.

Diese positive Entwicklung, welches der Trainer David Jansson mit seinem Team an diesem Turnier erlebt hat, macht mir als Zuschauer richtig Freude. Man darf gespannt sein, wo die Reise bis zur nächsten Weltmeisterschaft im Dezember 2016 hinführen wird.

Ein Ausblick auf das kommende Wochenende mit einer Meisterschaftsrunde und den Cup-Viertelfinal-Spielen: Chur Unihockey trifft heute Abend auswärts auf Floorball Köniz (Bild: Köniz-Verteidiger David Müller). Es gibt nach der dreiwöchigen Meisterschaftspause keinen klaren Favoriten. Für beide Teams geht es darum, den guten Meisterschaftsstart schnellstmöglich fortzusetzen und Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben zu tanken.

Eine vermeintlich weit einfachere Aufgabe wartet auf den UHC Alligator Malans. Sie treffen am Samstag auswärts auf den neuntplatzierten UHC Thun. Für die Malanser ist ein Sieg Pflicht und stärkt gleichzeitig das nötige Selbstvertrauen nach der langen Meisterschaftspause.

Piranha Chur spielt am Samstag auswärts gegen den zweitletzten Zug United. Alles andere als ein Sieg wäre für das Frauenteam aus Chur eine Enttäuschung.

Unihockey total an diesem Wochenende

Im laufenden Cup-Wettbewerb werden bei den Männer und Frauen am Sonntag bereits die Viertelfinalpartien ausgetragen. Dabei trifft Alligator Malans auf Floorball Köniz. Diese Affiche verspricht Spannung. Hier ist im Vorfeld der Partie kein klarer Favorit auszumachen. Einziger Wermutstropfen für Floorball Köniz ist der, dass sie das Meisterschaftsspiel gegen Alligator Malans mit 4:6 verloren haben.

In dieser Cup-Runde trifft Piranha Chur ebenfalls auswärts auf UH Lejon Zäziwil. Das NLB-Team gilt in dieser Partie als krasser Aussenseiter. Auch in diesem Spiel wird, wie so oft, ein klarer Sieg von Piranha Chur erwartet. Grössere Spannung wird erst wieder bei der Ziehung der Cup-Halbfinalspiele aufkommen.

 

Hier geht’s zur offiziellen Seite des Schweizerischen Unihockeyverbands mit den Spielen und Tabellen.

 

(Bilder: EQ Images/Daniel Christen (o., Unihockey-WM 2014), Fabian Trees (u.))