Aufbruchstimmung in der Nationalmannschaft

Adrian PorträtAdrian Capatt ist im Bündner Unihockey eine Legende: 18 Jahre NLA, unzählige Natispiele und vier Meistertitel führt der Trinser in seinem Palmarès, mit dem Kleinfeld-Spitzenteam Blau-Gelb Cazis spielt Capatt auch heute noch in der 1. Liga. Adrian Capatt schreibt auf GR Heute eine regelmässige Unihockey-Kolumne.

Knapp ein Drittel der Qualifikationsspiele sind in der NLA der Damen und der Herren bereits absolviert. Die Bündner Herrenteams platzieren sich vor der dreiwöchigen Meisterschaftspause erwartungsgemäss in der oberen Tabellenhälfte, Piranha Chur ist sogar Tabellenführer.

Die Meisterschaft ist bis dato in etwa so verlaufen, wie man es von Anfang an erwarten konnte. In der Tabelle bei den Frauen und Männern stehen die Vereine an der Spitze, die man ebenfalls dort erwartet hat. Für einen neutralen Beobachter also recht langweilig, könnte man meinen.

Zum Glück ist es nicht so! Ein Indiz dafür ist das Aufgebot der Herren-Nationalmannschaft. In diesem Aufgebot stellt Floorball Köniz erstmals seit über 10 Jahren mit sechs Spielern mehr als der SV Wiler-Ersigen mit vier Spieler. Je weitere vier Spieler stellen die Teams von GC Zürich und Alligator Malans. Bei Malans wurde der Verteidiger Kevin Berry und die drei Stürmer Claudio Laely, Tim Braillard und Remo Buchli für die Nationalmannschaft berücksichtigt. Dieses Aufgebot darf man durchaus als Belohnung für die guten und konstanten Leistungen der vier Akteure ansehen. Die restlichen fünf Spieler werden von fünf verschiedenen Teams gestellt. Einer davon ist der Stürmer Jan Binggeli von Chur Unihockey. Er hat sich durch seine sehr guten Leistungen in den ersten Meisterschaftsspielen das Aufgebot redlich verdient. Nun bleibt zu hoffen, dass er sich auch auf internationalem Parkett traut, mit demselben Selbstvertrauen aufzutreten.

Guter erster Eindruck

Generell wurde für dieses Aufgebot Spieler, die in ihren Teams überdurchschnittlich gute Leistungen zeigten, berücksichtigt. Diese Tatsache scheint eigentlich logisch und nicht erwähnenswert. Trotzdem möchte ich es erwähnen, denn in der Vergangenheit wurde leider nicht konsequent auf die Leistung der einzelnen Spieler geachtet.

Der neue Trainer der Nationalmannschaft Daniel Jansson und sein Team hinterlassen bereits in den ersten Monaten einen guten Eindruck, obwohl das erste richtige Turnier mit dem neuen Trainer-Staff erst vor der Türe steht. Sie sind seit August sehr oft an den verschiedenen Spielorten anzutreffen und pflegen gleichzeitig einen guten Austausch mit Trainern und Spielern.

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Herren-Unihockey-Nationalmannschaft sind schon seit langem nicht mehr so gut gewesen wie derzeit!

 

(Symbolbild: Floorball-Köniz-Keeper Samuel Thut ist einer der Schweizer Unihockey-Nati-Goalies – EQ Images/Fabian Trees)